Die Stadt Orihuela, an der südlichen Costa Blanca in der Provinz Alicante gelegen, ist eine echte Perle. Mit ca. 90.000 Einwohnern ist Orihuela nicht zu groß, kann man hier perfekt ausspannen, ohne sich dem Trubel einer Großstadt ausliefern zu müssen.

Orihuela ist aber auch groß genug, dass für alles gesorgt ist, egal ob Einkäufe, Restaurants oder Bars, hier gibt es alles. Auch wichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Autovermietungen, Märkte etc. sind hier zu genüge vorhanden. Der 16 Km lange Sandstrand lässt keine Wünsche offen, hier sind alle Wassersportarten vorhanden, auch für ruhige Abschnitte ist gesorgt. Denn die meisten Sportarten sind in den zwei Sporthäfen Orihuelas ausgelagert. Insgesamt sind es sechs Strände mit verschiedenen Eigenschaften.

Orihuela hat als erste Stadt an der Costa Blanca das Qualitätssiegel „Q“ des spanischen Tourismus Institutes eingeholt. Ausschlagegebend hierfür ist v.a. die Qualität der Strände, was der Stadt einen starken wirtschaftlichen Aufschwung durch Tourismus eingebracht hat, ohne dass es hier zu viele von ihnen gibt. Im Hinterland von Orihuela befinden sich Berge, die ein hervorragendes Ausflugsziel für Wandertouristen darstellen. Entsprechende Informationen zu Wanderrouten etc. lassen sich im Touristenbüro der Stadt einholen.

Für Kletterinteressierte bieten sich hier auch steile Kletterfelsen an. Der höchste Gipfel in der Nähe ist der Alcores (345m), der eine einmalige Aussicht bietet, die bist zum Strand und über die ganze Stadt reicht. Für Golffreunde stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, da es in der Stadt vier Golfplätze gibt. Die Villamartín, Las Ramblas, ein Country Club und der Real Club de Golf Campoamor, in dem auch regelmäßig europäische Fußballmannschaften ihre Trainingslager aufschlagen und vielleicht kann man hier ja auch den ein oder anderen prominenten Sportler sehen.

Geschichte von Orihuela

Die erste Erwähnung Orihuelas geht ins 6. Jahrhundert zurück, damals allerdings noch unter dem Namen Orcellis. Während der maurischen Herrschaft, die vom 8. Bis ins 13. Jahrhunderts andauerte trug die Stadt den Namen Uryúela. Danach wurde die Stadt von König Alfonso X. aus dem Kalifat Cordoba heraus erobert und wurde in das Reich von Kastilien und Aragon eingegliedert. Im 18. Jahrhundert wurde Orihuela Hauptstadt des unabhängigen Königreichs Valencia und verfügte seit dem Mittelalter über eine Universität.

Ab dem 16. Jahrhundert machten Piraten der sogenannten Barbarenküste Nordafrikas auch Orihuela unsicher, sodass man noch heute zahlreiche Wachtürme an der Küste entdecken kann. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts konnten diese Attacken durch ein Eingreifen Frankreichs beendet werden. Nach dem Ende der Franco Diktatur gab es in Orihuela eine Zeit der wirtschaftlichen Prosperität. Diese war v.a. auf Investoren im Immobilienbereich zurückzuführen, denn die günstigen Preise in Orihuela sorgten für einen Investitionsboom in Standvillen.